In der Bundesrepublik fristete der Weltfrauentag lange eher ein Schattendasein.

Weltfrauentag

2022, 2023, 2024

Weltfrauentag 2022, 2023, 2024: Der Weltfrauentag ist seit 2019 ein gesetzlicher Feiertag in Berlin – in allen anderen Bundesländern dagegen nicht. Es gibt allerdings immer wieder Forderungen, den Feiertag auch in anderen Bundesländern einzuführen.

Weltfrauentag 2022, 2023, 2024

DatumWochentagBesonderheiten
8.3.2021MontagLanges Wochenende in Berlin: 6.3. – 8.3.2023
8.3.2022DienstagMit einem Brückentag am Montag vier Tage
frei am Stück
8.3.2023Mittwoch./.
8.3.2024FreitagLanges Wochenende: 8.3. – 10.3.2024
8.3.2025SamstagEin freier Tag weniger für Arbeitnehmer, weil
der Internationale Frauentag auf einen Samstag
fällt.
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Weltfrauentag – Feiertag nur in Berlin

In 2018 waren die BerlinerInnen die einzigen mit nur neun gesetzlichen Feiertagen. Mehrere Norddeutsche Länder hatten in dem Jahr den Reformationstag als zusätzlichen Feiertag eingeführt, so dass die Berliner zum alleinigen Schlusslicht in der Feiertags-Statistik wurden. In Bayern haben die Bürger bis zu 14 gesetzliche Feiertage. Diese Ungleichheit wurde von Bürgern immer wieder kritisiert und der Berliner Senat hat sich unter anderem auch deswegen entschieden, bei den Feiertagen nachzulegen.

Erst nach langen Diskussionen haben sich SPD, Grüne und Linke schließlich auf den Weltfrauentag geeinigt. Bei den Bürgern schien die Wahl des Tages zunächst umstritten zu sein. Rund 20 Prozent haben sich in einer Umfrage für den Tag ausgesprochen, aber 33 % hätten lieber einen anderen Tag gehabt.

Geschichte des Weltfrauentages

Der erste Frauentag wurde in Deutschland am 19. März 1911 begangen. Das beherrschende Thema war damals die Forderung nach dem Frauenwahlrecht. Treibende Kräfte waren die Sozialistinnen Clara Zetkin und Käte Duncker. Dieses Wahlrecht haben die Frauen in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg am 12. November 1918 erlangt. Damit war die Hauptforderung der Frauenbewegung erfüllt.

Später gab es in der Weimarer Republik zwei Frauentage, einen der Kommunisten am 8. März und einen sozialdemokratischen ohne festes Datum. Die Forderungen damals: Arbeitszeitverkürzungen, Senkung der Lebensmittelpreise, regelmäßige Schulspeisung und legaler Schwangerschaftsabbruch. Während der Nazi-Zeit wurde der dann Frauentag verboten. Stattdessen wurde der Muttertag zu einem offiziellen Feiertag erhoben.

In der Bundesrepublik fristete der Weltfrauentag lange eher ein Schattendasein.
In der Bundesrepublik fristete der Weltfrauentag lange eher ein Schattendasein.

In der BRD fristete der Frauentag eher ein Schattendasein. In der DDR dagegen wurde er in alter sozialistischer Tradition wieder eingeführt. Noch heute wird der Tag in den ostdeutschen Ländern gefeiert, vor allem im Arbeitsleben. Es ist üblich, dass Chefs ihren weiblichen Mitarbeiten Rosen zum Frauentag schenken.

Wir wünschen euch allen einen tollen Weltfrauentag!