Wann ist Muttertag?

In Deutschland ist der Muttertag immer am zweiten Sonntag im Mai. Das Fest ist kein gesetzlicher Feiertag.

Muttertag 2019 – 2020 – 2021 – 2022 – Termine

Blumen zum Muttertag
Blumen zum Muttertag
  • 12.5.2019 – Sonntag
  • 10.5.2020 – Sonntag
  • 09.5.2021 – Sonntag
  • 08.5.2022 – Sonntag

Der Feiertag wird nahezu weltweit gefeierte, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten. Die deutsche Tradition des zweiten Sonntag im Mai stammt aus den USA.

In Deutschland ist der Feiertag nicht gesetzlich geregelt. Das Datum am zweiten Sonntag im Mai beruht auf Absprachen der deutschen Floristikverbände.

Blumen zum Muttertag

In Deutschland bekommen Mütter zu ihrem Festtag häufig Selbstgebasteltes von den Kindern, oder es wird ihnen das Frühstück ans Bett gebracht. Sind die Kinder älter, dann freuen sich viele Mütter besonders über gemeinsam verbrachte Zeit.

Und vor allem bekommen Mütter Blumen. Das Muttertagsfest ist in Deutschland der Tag, an dem die meisten Blumen überhaupt verkauft werden, zur Freude der Mütter – und zur Freude des Blumenhandels.

Der Verkauf von Blumen war schon in den 20er Jahren das erklärte Ziel, als der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber den Festtag für die Mütter in Deuschland etablierte und Plakate mit der Aufschrift “Ehret die Mutter” drucken ließ. Rückschauend war diese Werbekampagne vermutlich die erfolgreichste, die im deutschen Blumenbusiness jemals durchgeführt wurde.

Während Verliebte zum Valentinstag vor allem rote Rosen verschenken, kaufen Kinder ihren Müttern eher bunte Frühlingssträuße.

Blumen zum Muttertag
Blumen zum Muttertag – immer noch das häufigste Geschenk

Blumenversender im Test

Die frischesten Blumen gibt’s in der Regel beim Blumenladen eures Vertrauens. Blumengeschäfte in Deutschland dürfen am Muttertag öffnen und machen allein an diesem Tag in der Regel einen Umsatz von über 100 Millionen Euro.

Und wenn man doch online bestellen möchte, wen nimmt man dann am besten? Platzhirsch ist der Blumenversand Fleurop, der wohl bekannteste Anbieter. Die Blumensträuße werden nicht durch die Post, sondern von einem der 7.500 Floristik-Partner augeliefert. Damit unterstützen Käufer die kleinen Blumengeschäfte vor Ort. Sträuße gibt es aber erst ab 20 € aufwärts.

Der Vergleich mit anderen Versendern ist schwer. Es gibt leider keinen aktuellen Blumenversender-Test der Stiftung Warentest. Die Zeitschrift Ökotest hat in 2017 Rosensträuße auf Pestizide und andere Schadstoffe untersucht. Die Ergebnisse waren alles andere als rosig. Darüber hinaus findet man im Inteernet zahlreiche “Testergebnisse” zum Thema Blumenversand. Wir halten die meisten davon für wenig hilfreich, teilweise nicht für vertrauenswürdig.

Geschenke zum Muttertag

In den Kindergärten und Schulen wird in den Wochen vor dem Feiertag fleißig gebastelt. Und zuhause geht’s dann bei vielen weiter. Ein paar Links dazu:

Kritik am Muttertag – Was Mütter sich wirklich wünschen

Bumen und Selbstgebasteltes sind in Ordnung. Oder? Ist es wirklich das, was Mütter sich wünschen? Würde man sie fragen, viele würden sicher mit “ja” antworten, aber längst nicht alle. Und es gibt Mütter, die den Muttertag am liebsten abschaffen würden. Das Klischee der in der Küche stehenden Hausfrau, die sich für ihre Familie aufopfert und am Muttertag dafür belohnt wird, dieses Klischee entspricht nicht mehr dem Zeitgeist, so die KritikerInnen. Und so löste der Discounter Lidl einen Shitstorm aus, als er mit der Überschrift warb “Zeit, danke zu sagen” und dazu originelle Geschenkideen für Mütter präsentierte, zum Beispiel Bügeleisen und Nähmaschinen.

Mütter wünschen sich vor allem gemeinsame Zeit zum Muttertag.
Mütter wünschen sich vor allem gemeinsame Zeit zum Muttertag.

Eine der ersten, die sich gegen den Muttertag wandten, war übrigens dessen Erfinderin, Anna Marie Jarvis. Ihr ging es bei der Einführung des Tages um Frauenrechte. Schließlich zog sie sogar vor Gericht, um den wieder Muttertag verbieten zu lassen. Etwa hundert Jahre später ist das Fest mehr denn je ein Fest der Geschenke.

Unter https://twitter.com/hashtag/muttertagswunsch?lang=de findet ihr alternative Meinungen zum Muttertag – und alternative Wünsche von Müttern. Unser persönliches Highlight daraus: “Liebe Mütter – bildet Banden”! Und auf dem Blog einerschreitimmer.com gibt’s 10 Dinge, die ich mir wirklich zum Muttertag wünsche.

Links zur Muttertags-Kritik:

Trotz aller Kritik: Die Mehrheit der Deutschen findet den Muttertag gut. Das ergab zumindest eine Umfrage des Forschungsinstituts polis. 80 Prozent der Befragten finden Tag zeitgemäß. Vor allem bei Jugendlichen ist der Muttertag beliebt. 88 Prozent der unter 20-Jährigen äußerten sich positiv.

Geschichte es Muttertages

Der Festtag ist Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Frauenbewegung heraus in den USA entstanden. Die Begründerin des Tages, Anna Marie Jarvis, veranstaltete am 12. Mai 1907 ein Memorial Mothers Day Meeting. Das war am Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter Maria Reeves Jarvis. Die wiederum hatte die Mütterbewegung Mothers Friendships Day gegründet. Ziele der Organisation waren Frieden, Frauenrechte und bessere Bildungschancen für Mädchen. Anna Marie Jarvis widmete sich dann nach dem Tod ihrer Mutter dem Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen. Das gelang ihr auch. Das Ergebnis ärgerte sie einige Jahre später aber so sehr, dass sie sogar vor Gericht zog, um den Muttertag wieder verbieten zu lassen.

Aber der Siegeszug des Muttertages war nicht mehr aufzuhalten. Schon 1914 beschloß der amerikanische Kongress, dass als Zeichen der Verehrung der Mütter der 2. Sonntag im Mai als Muttertag gefeiert werden sollte. Damit wurde er 1914 in den USA erstmals als nationaler Feiertag begangen.

Geschichte in Deutschland

Der Feiertag verbreitete sich in den 20er Jahren schnell auch in Europa. In Deutschland wurde er 1922 erstmals vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber beworben. “Ehret die Mutter” stand auf den Plakaten. Was beim Valentinstag viele vermuten, ist beim Muttertag also tatsächlich der Fall: zumindest in Deutschland ist er eine Erfindung der Blumenindustrie. Der Tag war zunächst betont unpolitisch.

“Karnickelorden” von den Nazis

Von den Nationalsozialisten wurde der Muttertag dann zum öffentlichen Feiertag erklärt. Die Nazis haben das Fest also nicht erfunden, wie teilweise behauptet wird. Sie haben den “Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter” aber instrumentalisiert. Besonders kinderreiche Mütter wurden als Heldinnen des Volkes zelebriert. Besonders kinderreichen Müttern wurden mit dem “Karnickelorden” ausgezeichnet – so nannte man insgeheim das Mutterkreuz.

In der Nachkriegszeit hatte der Muttertag in der DDR einen schweren Stand. Er galt als reaktionär wegen des dahinter stehenden Frauenbildes. Stattdessen wurde dort der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert. In Westdeutschland dagegen wurde die Tradition des 2. Sonntags im Mai weiter gepflegt.

Mehr zu dem Festtag findet ihr bei Wikipedia.

Und für mehr Infos zu den Feiertagen, Brückentagen und Ferien in deinem Bundesland bitte den entsprechenden Buttoen anklicken


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