Wann ist Heilige Drei Könige?

Heilige Drei Könige ist gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt und liegt immer auf dem 6. Januar.

Heilige Drei Könige – Termine

  • 6. Januar 2019 – Sonntag
  • 6. Januar 2020 – Montag – (Langes Wochenende)
  • 6. Januar 2021 – Mittwoch – (zwei Brückentage – fünf Tage frei)
  • 6. Januar 2020 – Donnerstag (mit Brückentag am 7.1.2020 vier Tage frei)

Heilige Drei Könige – Bedeutung

Die Heiligen Drei Könige sind Standard bei jedem Krippenspiel und gelten als Abschluss des Weihnachtsfestes. Der Erzählung nach beobachteten Weise aus dem Morgenland den Aufgang eines Sterns, der die Geburt eines Königs ankündigen sollte. Sie folgten dem Stern bis nach Betlehem und fanden dort den neugeborenen “König der Juden”. Die biblische Grundlage für diese Tradition ist aber eher dünn. Nur Matthäus berichtet von den Weisen aus dem Morgenland (Matthäusevangelium 2,1 bis 11).

Sie werden dort nicht als Magier bezeichnet. Erst mit der zunehmenden Legendenbildung im 3. Jahrhundert werden sie zu Königen und auch erst jetzt wird ihre Anzahl “bestimmt”. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals im 6. Jahrhundert erwähnt.

Die katholische Kirche verehrt die drei Könige als Heilige. Und auch in den evangelischen Kirchen wird am 6. Januar den Weisen gedacht. In den orthodoxen Kirche dagegen liegt der Festtag auf dem 25. Dezember.

Christen begehen am 6. Januar, dem Dreikönigstag, Epiphanias, die Erscheinung des Herrn. Die Kirche feiert das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier bei seiner Taufe im Jordan und durch das von ihm bei der Hochzeit von Kana bewirkte Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein.

Heilige drei Könige im Kölner Dom

Im Kölner Dom werden die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt. Der Ursprung der Gebeine ist allerdings nebulös. Im 4. Jahrhundert sollen sie nach Mailand gelangt sein. Nach der Eroberung Mailands durch Friedrich Barbarossa (1162) erhielt der Kölner Erzbischof, Rainald von Dassel, die Gebeine als Geschenk. Am 23. Juli 1164 gelangten die Reliquien nach Köln, wo sie bis heute im Kölner Dom verehrt werden.

Sternsinger unterwegs

Die Tradition der Sternsinger ist der bekannteste Brauch zum Dreikönigsfest und mittlerweile sogar eine durch die UNESCO geschützte Kulturform. Kinder und Jugendliche ziehen als Caspar, Melchior oder Balthasar verkleidet durch den Ort und segnen die Häuser mit geweihter Kreide. Jahr für Jahr sammeln die Sternsicher dabei viele Millionen Euro für Kinderhilfsprogramme. Das Kürzel CMB, dass die Sternsinger dabei an die Türen und Hauseingänge schreiben (zusammen mit der Jahreszahl und drei Kreuzen), steht nicht für die Namen der Heiligen Drei Könige, sondern für den lateinischen Segen „Christus mansionem benedictat“ (Christus segne das Haus.).

Stärk antrinken in Oberfranken

Vor allem in Oberfranken und den angrenzenden Gebieten ist das sogenannte Stärk antrinken ein weit verbreiteter Brauch. Mit dem Dreikönigsfest hat dieser Brauch vermutlich nichts zu tun. Man trifft  sich am Vorabend des 6. Januars im Familien- und Freundeskreis, um sich gemeinsam Stärke für das neue Jahr anzutrinken. Früher feierte man am 6. Januar den Jahreswechsel. Deshalb ist der 6. Januar im süddeutschen Raum auch als Hochneujahr, Großneujahr oder “Öberschder” (auf hochdeutsch “Oberster”) bekannt.