Wann ist Buß- und Bettag?

Der Buß-und Bettag ist immer elf Tage vor dem ersten Advent. Er liegt immer auf einem Mittwoch.

Das Fest ist nur in Sachsen gesetzlicher Feiertag.

Buß- und Bettag – Termine

2019 – 2022

  • 20. November 2019 (Mittwoch)
  • 18. November 2020 (Mittwoch)
  • 17. November 2021 (Mittwoch)
  • 16. November 2022 (Mittwoch)

Der evangelische Feiertag wird immer am Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert. Das sind genau elf Tage vor dem ersten Adventssonntag. Der frühestmögliche Termin ist der 16. Novermber, der spätestmögliche der 22. November.

Sachsen – Buß- und Bettag + Brückentage

Da der Feiertag immer auf einem Mittwoch liegt, können die Sachsen jedes Jahr im November mit dem Einsatz von zwei Brückentagen fünf Tage frei bekommen.

Wenn ihr mehr zu Brückentagen und Langen Wochenenden in Sachsen wissen möchtet, dann bitte den blauen Button klicken.

Tanzverbot am Buß- und Bettag

Der Feiertag ist natürlich weiterhin ein kirchlicher Feiertag, auch wenn es ihn als gesetzlichen Feiertag nur noch in Sachsen gibt. Deshalb sind in einigen Bundesländern an diesem Tag auch Tanzveranstaltungen und der Betrieb von Geldspielautomaten und Spielhallen verboten. Die Details sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Hier haben wir für euch die offiziellen Texte für die Bundesländer zusammen getragen, in denen an dem Feiertag ein Tanzverbot gilt.

Buß und Bettag schulfrei?

In Bayern ist am Buß- und Bettag unterrichtsfrei. An vielen Schulen des Landes nutzen die Lehrerkollegien dies zu “pädagogischen Tagen”.

In Berlin besteht für evangelische Schüler an dem Feiertag keine Schulpflicht.

Buß- und Bettag Bedeutung

Buß- und Bettag Bedeutung: Der Feiertag ist ein evangelischer Feiertag zur Reue für begangene Sünden und zur Besinnung auf den Glauben an Gott.

Zum Buß- und Bettag finden in den meisten evangelischen Kirchen Gottesdienste statt und dabei wird vor allem der eigenen Sünden gedacht. Der Feiertag soll daran erinnern, dass Scheitern zum Leben dazu gehört. Er erinnert aber auch daran, dass es sich lohnt, sich immer wieder neu zu orientieren.

Mehr zur Bedeutung des Buss- und Bettages:

Geschichte des Buß- und Bettages

Der Feiertag geht auf Notzeiten zurück. Im Laufe der Geschichte wurden Bußtage immer wieder aus aktuellem Anlass angesetzt. Schon aus der Antike sind gemeinsame Bußzeiten bekannt und auch im Mittelalter waren sie verbreitet. Ein gemeinsamer Termin wurde aber erst im 19. Jahrhundert gefunden.

Die protestantischen Kirchen orientierten sich an dieser Tradition und begingen Tage der Besinnung und der Neuorientierung. Die dabei neu geschaffenen Bußzeiten sollten Ersatz sein für die Bußzeiten der Katholiken zwischen Aschermittwoch und Ostern, denn die lehnten sie ab.

In den Territorien Deutschlands gab es im 19. Jahrhundert Bußtage an über 20 unterschiedlichen Terminen, bis von den evangelischen Kirchenleitungen der noch heute gülitige Termin vorgeschlagen wurden. In Preußen wurde der Vorschlag umgesetzt und der Buß- und Bettag 1893 zum gesetzlichen Feiertag ernannt. Im gesamten Deutschen Reich geschah das erst 1934.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Feiertag zunächst in fast der gesamten Bundesrepublik gesetzlicher Feiertag. Als letztes westdeutsches Bundesland kam 1981 auch Bayern dazu.

Abschaffung des Buß- und Bettages

Auch in der DDR war am Buß- und Bettag zunächst arbeitsfrei. Im Zuge der Einführung der 5-Tage-Woche hat die Regierung ihn dort 1967 allerdings gestrichen.

Die Bundesrepublik hat den Feiertag ab 1995 als gesetzlichen Feiertag weitgehend abgeschafft. Grund für die Abschaffung war die Einführung der Pflegeversicherung im gleichen Jahr. Mit der zusätzlichen Arbeitsleistung durch den wggefallen Feiertag sollten die Kosten der Arbeitgeber für die neue Versicherung aufgefangen werden.

Nur in Sachsen blieb der Buß- und Bettag bis heute ein gesetzlicher Feiertag. Dafür bezahlen die Beschäftigten in Sachsen allerdings einen um 0,5 Prozent höheren Beitrag zur Pflegeversicherung. Die Berechnungsgrundlage ist das Bruttoarbeitsentgelt.

In den Feiertagsgesetzen der meisten Bundesländern ist geregelt, dass Arbeitnehmer am Buß- und Bettag arbeitsfrei bekommen können. Sie müssen dafür in der Regel auch keinen Urlaubstag nehmen, wenn sie das nicht möchten. Allerdings muss der Arbeitgeber dann für diesen Tag auch keinen Lohn zahlen.

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