Ferien 2020 – alle Bundesänder

Bundesländer-Karte für deine Ferien 2020

Hier gibt’s die Ferien 2020. In der Karte bitte dein Bundesland anklicken.

Die Ferien an Berufsschulen sind teilweise zu anderen Terminen. Diese Terimine bitte bei der jeweiligen Berufsschule erfragen.

Wir wünschen euch allen wunderbare Ferien 2020!

Streit über die Sommerferien: Hamburg gegen Bayern

Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) ist mit dem bayerischen Ministerpräsidenten im Streit über die Sommerferien. In Zukunft will er diese im

Alleingang festlegen, genau wie die Bayern und die Baden-Württemberger. Damit hat er zumindest gegenüber der Süddeutschen Zeitung gedroht. Rabe hat sich offensichtlich über den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) geärgert. Der hatte verkündet, dass die Bayern die Ferienzeiten auch in Zukunft nicht angleichen wollen.

Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe hat Streit um die Sommerferien mit Bayern.
Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe rechnet mit vollen bayrischen Autobahnen.

Bayern und Baden-Württemberg hatten immer am spätesten Sommerferien

Bisher haben sich die Kultusminister der Bundesländer auf ein rolierendes System bei den Sommerferien geeinigt. Dabei sind die Länder in Gruppen eingeteilt, die nacheinander in die Sommerferien starten. Diese Gruppen wechseln sich dabei mit frühem und spätem Ferienbeginn ab. Bayern und Baden-Württemberg haben sich bisher nicht an diesem System beteiligt und sich stattdessen regelmäßig ihre Sommerferientermine vergleichsweise spät in den August und September gelegt. Die SchülerInnen der beiden Bundesländer hatten damit stets bundesweit am spätesten Sommerferien.

MInisterpräsident Markus Söder
Ferien 2020: Bei den Sommeferien sind Baden-Württemberg und Bayern wieder die letzten. MInisterpräsident Markus Söder möchte, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Dies wurde und wird von den Bürgern und Politikern anderer Bundesländer kritisiert und als unsolidarisch empfunden. Immer wieder gab es in der Vergangenheit deshalb Streit über die Sommerferien. Die Bundesländer aus dem Süden begründen ihre späten Sommerferien mit den traditionell in ihren Ländern ebenfalls späten Pfingstferien.

Wie geht es weiter nach 2024?

Bis 2024 sind die Termine für die Sommerferien bereits festgelegt. Für die Zeit danach wurde seit Oktober zwischen den Kultusministerien verhandelt und vor allem Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen drängen auf eine neue Lösung, bei der auch ihre SchülerInnen und Lehrer hin und wieder späte Ferien haben.

Die unterschiedlichen Zeiten für den Ferienbeginn haben die Kultusminister in der Vergangenheit unter anderem gewählt, damit es auf den Autobahnen nicht zu chaotischen Verkehrsverhältnissen kommt. Hamburgs Bildungssenator droht nach der bayerischen Absage nun: “Jetzt wird jedes Land genau wie die Bayern die Sommerferien im Alleingang festlegen. (…) Viel Spaß auf den langen bayerischen Autobahnen.”

Ferien 2020: 75 Tage für alle

Die Zahl der Ferientge ist für alle Schüler in Deutschland gleich: es sind genau 75 Werktage pro Jahr. Diese Ferientage werden in den Bundesländern allerdings unterschiedlich aufs Jahr verteilt.

Die Kultusministerien der Bundesländer bestimmen die Termine. Damit nicht in allen Ländern gleichzeitig Ferien sind, stimmen sich die Ministerien untereinander ab. Das gilt vor allem für die Sommerferien. Die werden von einer Arbeitsgruppe aller Bundesländer für mehrere Jahre im voraus festgelegt.

Speziell über die Verteilung der Sommerferien-Termine gibt es regelmäßig Streit. Die Kultusminister haben sich dabei auf ein rollierendes System festgelegt. Danach haben alle Bundesländer im Laufe der Jahre mal früh und mal spät Sommerferien.

Häufig wird in diesem Zusammenhang kritisiert, dass Bayern und Baden-Württemberg von dieser Regelung ausgenommen sind. Deren Termine für die Sommerfeien liegen regelmäßig vergleichsweise spät. Das begründen die beiden Länder damit, dass die SchülerInnen in ihren Ländern traditionell zwei Wochen Pfingstferien haben. Durch die späten Sommerferien wollen die Landesregierungen sicherstellen, dass es einen ausreichenden Lern- und Prüfungszeitraum zwischen Pfingst- und Sommerferien gibt.

Ferien 2020 + “Bewegliche Ferientage” und “Brückentage”

Die Kultusministerien einiger Länder überlassen es den Schulen, selbst einige Ferientage festzulegen. Solche “bewegliche Ferientage” gibt es in Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Bayern dagegen gibt es sie nicht, oder nicht mehr.

Oft legen die Schulen bewegliche Ferientage auf Brückentage. Das sind Tage, die zwischen einem Feiertag und einem Wochenende liegen. Schön, wenn dann nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder frei haben.

Brückentage sind als Urlaubstage sehr beliebt. Für ein “verlängertes Wochenende” müssen ArbeitnehmerInnnen dabei nur einen Tag Urlaub einsetzen. Brückentage solltet ihr bei der Ferienplanung deshalb immer mit berücksichtig – und so früh wie möglich beantragen.

Ferien 2020 für SchülerInnen anderer Religionsgemeinschaften

SchülerInnen, die nicht christlichen Religionsgemeinschaften angehören, können an bestimmten Feiertagen vom Unterreicht befreit werden. Die Details dazu regelt das Kultusministerium des jeweiligen Landes.

Historische Ferientermine

Die Termine der Ferien der vergangen Jahre könnt ihr gut im Archiv der Kultusminister-Konferenz recherchieren. Die Tabellen sind einfach zuverstehen und reichen zurück bis ins Jahr 1952.